Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist der Betrag, der Ihnen im Ruhestand jeden Monat fehlt, um Ihren gewünschten Lebensstandard zu halten. Sie berechnet sich so: Wunschrente ? gesetzliche Nettorente ? weitere Alterseinkünfte. Als Faustregel gelten 70 bis 80 % des letzten Nettoeinkommens, weil im Alter manche Kosten wegfallen (z. B. Fahrten zur Arbeit, Sparraten).
So rechnet der Rechner
- Wunschrente: Ihr heutiges Netto × gewünschtes Niveau.
- Lücke: Wunschrente abzüglich gesetzlicher Nettorente und weiterer Renten (Betriebsrente, Riester, private Rente).
- Kapitalbedarf: Barwert der monatlichen Lücke über die erwartete Rentenbezugsdauer, verzinst mit der realen Rendite.
- Sparrate: Monatlicher Betrag, der bis zum Rentenbeginn dieses Kapital aufbaut.
Alle Beträge sind in heutiger Kaufkraft. Deshalb verwenden Sie als Rendite die erwartete Rendite nach Inflation (reale Rendite).
Beispiel
Netto heute 2.513 €, Wunschniveau 80 % = 2.011 €. Erwartete Nettorente 1.441 €. Die Lücke beträgt 569 € im Monat. Für 20 Jahre Rentenbezug braucht man bei 3 % realer Rendite rund 102.700 € Kapital. Wer 26 Jahre Zeit hat, muss dafür etwa 218 € im Monat sparen. Mit 16 Jahren Vorlauf sind es schon rund 417 €.
Die erwartete Rente ermitteln
Die gesetzliche Rente können Sie mit unserem Rentenrechner oder anhand Ihrer Renteninformation schätzen. Denken Sie daran, dass von der Bruttorente noch Kranken- und Pflegeversicherung sowie ggf. Steuern abgehen.
Wie lange reicht das Geld?
Nach der Sterbetafel 2022/24 des Statistischen Bundesamts haben 65-jährige Männer im Schnitt noch 17,7 Jahre, Frauen 20,9 Jahre vor sich. Planen Sie lieber großzügig – viele Menschen leben deutlich länger als der Durchschnitt.
Keine Steuer- oder Finanzberatung. Die Berechnungen sind unverbindliche Schätzungen nach der Rechtslage 2026. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an Ihr Finanzamt, die Deutsche Rentenversicherung oder eine Steuerberatung.